Meine erste Radreise ging nach Porto in Portugal – an den Atlantik und nach Finisterre (übersetzt: Ende der Erde). Hier ein paar Eindrücke.

Strecke: 3331km

Aufstieg/Abstieg: ~25000hm

Reisedauer: ~5 Wochen

Auf Radreisen ist mir immer wichtig ein Ziel vor Augen zu haben. Den Atlantik zu erreichen, hat hier wunderbar funktioniert.

Und auch das Wetter hat gut mitgespielt. Ich wurde nur 1x nass in einigen Wochen Reise – am Chiemsee.

Im Inntal hat sich das Wetter dann gebessert und auch die Anfangs -Nervosität hat langsam nachgelassen.

Ein Problem bei Radreisen kann sein das einem niemand glaubt, dass man auch tatsächlich vor Ort war. Hier also ein Beweisfoto wenn mich schon keiner fotografiert…

Das Ötztal ist einen Besuch wert – nicht nur im Winter.

Blick zurück ins Ötztal

In dieser Höhe spürt man, dass man schon über 2000m radelt. Der Ausblick und das schöne Wetter machen diesen Umstand aber wieder wett.

nach ~50km Aufstieg – Ankunft am Timmelsjoch
Blick nach Italien

Da war der Blick nach Italien noch optimistisch. Ich wusste nicht was auf mich zu kommt.

Nicht weniger als 4 Patschen hatte ich bei der Abfahrt Richtung Italien. Die Felge war kaputt – runter musste ich trotzdem. (bis nach Porto waren es übrigens 16…)

5 Star Hotel „Libertad“

Hier beim Nächtigen in Meran – schon in Schwaz öffnete ein verärgerter Landwirt mein Zelt und fragte ob ich ein Obdachloser sei. Hat schon was, der Sternenhimmel als Zelt.

Die endlosen Obst-Weiten Norditaliens.

Die Straße im Bild geht direttissima zum Lago di Garda. Eine Empfehlung für ein kurzes Abenteuer. (Sbg-Lago di Garda 500km)

Am Bild schwer zu erkennen aber ein frisch gemähtes Feld wie dieses ist richtig gefährlich für eine Isomatte. Das ein oder andere Loch wurde in Socken und Isomatten gestochen.

Die beste Möglichkeit möglichst viel von der Gegend mitzubekommen und dennoch voran zu kommen – alte Bundesstraßen befahren.

Lombardei

Die Höhenmeter hatte ich so am Weg nach Genua nicht erwartet, die Gegend ist aber wirklich schön! Kurven- und abwechslungsreich.

die Küstenstraße -> FRA

Ähnlich viel Abwechslung, jedoch mit ein wenig mehr Verkehr gab es an der Küstenstraße Richtung Frankreich.

An den Palmen kann man gut erkennen was so ein Meer und die Küste noch mit sich bringt.

Beim italienisch/französischen Grenzübergang ist mir kurz davor das Herz kurz stehen geblieben weil sich ein ~300m langer Tunnel direkt vor den Toren Frankreichs in den Weg gelegt hat. Diese sind aber bei weitem nicht so gut ausgebaut und beleuchtet wie bei uns. Ein paar Schlaglöcher und Schrecksekunden später – bonjour la france.

ç’est très noble

Man beachte die Radlerbeine im Fenster.

Sonntag – 08:00h früh und du stehst auf der Formel 1 Strecke mit dem bepackten Rennrad. Was tun? Auf die Startlinie und ein privates Zeitfahren starten – so macht Monaco Spaß!

eine runde Formel 1

Vielleicht sieht man es aber die erste Kurve nach der Start/Ziel Geraden ist weitaus steiler als im Fernsehen.

das Casino von Monaco

Manchmal wenn man länger unterwegs ist, wünscht man sich Leute an die Seite die solche Momente mit einem Teilen können. Hilft nix, das Teilen muss ein wenig warten.

Nice – ein paar Jahre bevor der Silvester-Anschlag passierte.

Nach langer Zeit wieder mal Wolken am Himmel.
In dieser Gegend findet man Massen von Sonnenblumen-Feldern.

Ich hatte aber Glück wie man am blauen Himmel sehen kann.

Hier im Hintergrund kann man die Pyrenäen erkennen. Seltsam aber irgendwie fühlt man sich wieder „daheimer“.

Lourdes

Lourdes ist nicht nur Pilgerort und beeindruckend, sondern auch mehrmaliger Startpunkt verschiedenster Tour de France-Etappen. Von hier aus startete die Pyrenäen-Querung. In der früh noch bei bewölktem Wetter und dann…

Pyrenäenquerung

Sonne,

Sonne,

und noch mehr Sonne!

Mit einem der schönsten Momente der Radreise.

Der Saukerl zieht sich – man muss sich den Zutritt zu Spanien schon verdienen.

Am Foto immer schwer zu erkennen aber Spanien ist hügelig -richtig hügelig.

Burgos

Die Kathedrale beinhaltet (soweit ich mich noch erinnere) 9 Kapellen. Eine gigantische Kirche die kaum auf 1 Foto zu kriegen ist.

Ein einsamer Farbpunkt in der grauen, heißen und windigen Meseta. Am Camino Frances ist dieser Wegteil der wohl Härteste.

Toros und Spanien

Blick nach Portugal

Mit der Ankunft in Portugal hat langsam auch die Kraft nachgelassen.

Atlantik

Doch das Ziel – der Atlantik – wurde erreicht! Endlich geschafft.

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